Schafmilchseife sieden: Die traditionelle Methode
Seife selber machen liegt im Trend! Während die kaltgerührte Seife (Cold Process) in den letzten Jahren große Beliebtheit erlangt hat, geriet die traditionelle Methode des Seifensiedens fast in Vergessenheit. Dabei bietet das Seifensieden einige Vorteile und ermöglicht es, Seifen mit besonderen Eigenschaften herzustellen. In diesem Beitrag erfährst du, wie du Schafmilchseife nach der traditionellen Methode siedest und welche Besonderheiten es dabei zu beachten gibt.
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Was ist Seifensieden?
Beim Seifensieden werden Fette und Öle mit einer Lauge (meist Natronlauge) gekocht, bis sie verseift sind. Dieser Prozess nennt sich Verseifung und führt dazu, dass sich die Fette und Öle in Glycerin und Seife aufspalten. Die entstehende Seife wird dann gereinigt und weiterverarbeitet. Das Seifensieden ist eine alte Handwerkskunst, die schon seit Jahrhunderten angewendet wird.
Vorteile des Seifensiedens
Das Seifensieden bietet gegenüber der kaltgerührten Methode einige Vorteile:
- Schnellere Reifezeit: Gesiedete Seife muss nur kurz reifen und kann bereits nach wenigen Tagen verwendet werden.
- Bessere Kontrolle über den Verseifungsprozess: Durch das Kochen kann der Verseifungsprozess besser gesteuert werden.
- Höhere Reinheit: Die gesiedete Seife wird gründlich gereinigt und enthält keine Reste von unverseiften Ölen oder Lauge.
Schafmilchseife sieden – so geht's
Die Herstellung von Schafmilchseife durch Sieden erfordert etwas mehr Zeit und Aufwand als die kaltgerührte Methode, ist aber auch für Anfänger machbar. Hier ist eine Anleitung:
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- Lauge ansetzen: Löse die Natronlauge vorsichtig in Wasser auf. Achte darauf, die Lauge immer zum Wasser zu geben und nicht umgekehrt. Die Mischung wird sich erwärmen.
- Fette und Öle schmelzen: Schmelze die Fette und Öle in einem großen Topf.
- Lauge und Fette vermischen: Gieße die Lauge langsam zu den geschmolzenen Fetten und verrühre alles gründlich.
- Seifenmasse kochen: Bringe die Seifenmasse zum Kochen und lasse sie unter Rühren für mehrere Stunden köcheln, bis die Verseifung abgeschlossen ist.
- Seife ausfällen: Gib Salz zu der Seifenmasse, um die Seife auszufällen. Die Seife wird sich vom Glycerin trennen und an der Oberfläche absetzen.
- Seife waschen: Wasche die Seife mehrmals mit Wasser, um Laugenreste zu entfernen.
- Schafmilch hinzufügen: Schmelze die Seife erneut und gib die Schafmilch hinzu. Verrühre alles gut.
- Seife in Formen gießen: Gieße die Seifenmasse in Formen und lasse sie aushärten.
- Seife schneiden und reifen lassen: Schneide die Seife nach dem Aushärten in Stücke und lasse sie für einige Tage an einem luftigen Ort reifen.
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Tipps für das Seifensieden
- Verwende hochwertige Fette und Öle in Bio-Qualität.
- Achte auf die genaue Dosierung der Natronlauge.
- Rühre die Seifenmasse regelmäßig um, um ein Anbrennen zu verhindern.
- Verwende Edelstahl- oder Emailletöpfe zum Seifensieden.
- Lagere die fertige Seife an einem kühlen, trockenen Ort.
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